Ein neuer Artikel über Wildtierleid erklärt die Bedeutung der Wohlfahrtsbiologie

20 Mar 2020

Die Entwicklung einer wissenschaftlichen Disziplin zur Erforschung des Wohlergehens von Wildtieren sollte ein wichtiges Anliegen für alle sein, die nichtmenschlichen Tieren helfen wollen. Der Name, der für ein solches Forschungsfeld vorgeschlagen wurde, ist „Wohlfahrtsbiologie“. In der Wohlfahrtsbiologie werden Lebewesen und ihre Umwelt im Hinblick auf deren Wohlbefinden und auf das, was dieses positiv und negativ beeinflussen kann, erforscht.

Wir haben soeben einen neuen Artikel auf unserer Homepage in dem Abschnitt über Wildtierleid veröffentlicht. Darin erklären wir einige der Hauptgründe, warum die Etablierung der Wohlfahrtsbiologie als wissenschaftlich anerkanntes Forschungsgebiet für die Verringerung von Wildtierleid von entscheidender Bedeutung ist. Diesen neuen Artikel können Sie hier lesen:

Wohlfahrtsbiologie

Trotz des erheblichen Ausmaßes des Leidens von Wildtieren wurde dieses Problem von verschiedenen Gesellschaftsbereichen vernachlässigt, einschließlich der Wissenschaft und der Gemeinschaft der Tieraktivist*innen. Diese Gleichgültigkeit erklärt teilweise, warum unsere derzeitige Fähigkeit, die Auswirkungen unserer Maßnahmen zur Unterstützung von Wildtieren zu erheben, immer noch sehr begrenzt ist. Wenn Tierwohl-Forscher*innen, Ökolog*innen und Wissenschaftler*innen verwandter Disziplinen beginnen, sich mit diesem speziellen Thema zu befassen, würde dies unsere Chancen erheblich erhöhen, sehr viel Leid zu verringern.

Ein erster Schritt zur Förderung der Forschung zu diesem Thema ist das Erkennen des Potenzials der Etablierung von Wohlfahrtsbiologie für Wildtiere. Es handelt sich um Forschung, die für Strategien zur Verbesserung der Lebensqualität von Wildtieren von entscheidender Bedeutung ist. Was noch wichtiger sein könnte: Eine Etablierung als wissenschaftliche Disziplin würde diesem Bereich Anerkennung verschaffen und potenziell die politischen Entscheidungsträger*innen hinsichtlich Maßnahmen beeinflussen, die durchgeführt werden könnten, um das Leiden von Wildtieren zu verringern und deren Wohlergehen zu fördern.

Die Schaffung eines akademischen Fachgebiets ist kein einfaches Unterfangen, aber vor allem dann machbar, wenn das Interesse der Öffentlichkeit am Verständnis eines bestimmten Themas wächst. Wenn Tierschützer*innen, Student*innen und Forscher*innen beginnen, das Wohlergehen nichtmenschlicher Tiere, die innerhalb ihrer natürlichen Ökosysteme leben, ernst zu nehmen, ist es wahrscheinlich, dass sich die Wohlfahrtsbiologie in den kommenden Jahren zu einem anerkannten Forschungsgebiet entwickeln wird.